Ätherische Öle sind aromatische und hochkonzentrierte Pflanzenextrakte, sie haben schon seit langer Zeit (sogar in der Bibel werden sie erwähnt) einen festen Platz nicht nur im ökologischen Gleichgewicht sondern sind auch eng verbunden mit dem körperlichen, emotionalen und geistigen Wohlbefinden des Menschen. Sie wurden eingesetzt gegen Bakterien, Pilze und Viren, aber auch zum Schutz vor Insekten und Käfern oder zur Behandlung bei Tierbissen, vielen Krankheiten und auch in der Kosmetik. Sie fördern die Gewebe- und Nervenregeneration.
„Wenn dein Duft sich ändert – verändert sich deine Ausstrahlung.“
Gesundheit = Harmonie – Krankheit = Disharmonie: Ätherische Öle sanieren, regulieren, stärken und schützen das Immunsystem bis in bestimmte Areale der Zellmembranen. ÄO besitzen ein herrlich duftendes Aromata (Duftmoleküle) diese gelangen direkt über unsere Geruchsorgane ins limbische System. Dieses ist der Bereich, indem unsere Emotionen lokalisiert sind. Sie beeinflussen unsere Stimmungslage, wirken auf unser vegetatives Nervensystem ausgleichend und regulierend und fördern so indirekt unsere seelisches Wohlbefinden.
„Der Geruchssinn, ist der Sinn der Erinnerung und des Verlangens“
Düfte und Erinnerungen werden in unserem Gehirn gemeinsam gespeichert. Daher wecken Düfte immer auch Erinnerungen an bestimmte Ereignisse. Düfte werden nicht vom Großhirn (Verstand) überwacht, sondern werden unmittelbar an das limbische System weitergeleitet, welches zuständig ist für Gefühle, wie Liebe, Glücksgefühle und auch Angst. Dadurch nimmt der Geruchssinn Einfluss auf unsere Emotionen. Infolgedessen steuern unsere Gefühle in der bewussten und unbewussten Ebene unsere Entscheidungen und Handlungen.
REINE ESSENZEN
Vielstoff-Systeme,
Synergiewirkung mit verstärkenden und/oder abschwächenden Charakter
Ätherische Öle sind der kraftvollste Teil der Pflanze. Sie werden gewonnen aus verschiedenen Pflanzen, wie Sträuchern, Blumen, Bäume, Rinden, Harzen, Wurzeln, Büschen, Früchten, Kräutern und Samen.
Herstellung / Gewinnungsmethoden
- KALTPRESSUNG / EXPRESSION: Kaltpressung der Fruchtschalen
- DESTILLATION: Wasserdampfdestillation – klassische Methode: Pflanzenmaterial wird in Wasser erhitzt, der Dampf löst die Öltröpfchen aus dem Pflanzenmaterial und verbindet sich mit den flüchtigen Duftstoffen. Anschließend wird das Dampfgemisch über ein gekühltes Rohrsystem abgeleitet und kondensiert, wo sich das Kondensat in Hydrolat und ätherisches Öl trennt, das Öl schwimmt obenauf.
- HYDRO-DIFFUSION (Perkolation): Pflanzenmaterial wird von oben mit Wasserdampf beschossen
- HARZANZAPFUNG
Chemie/Bestandteile ätherischer Öle ein minimaler Überblick
- bestehen hauptsächlich aus Kohlen- u. Wasserstoff (= Kohlenwasserstoffe=Terpene) und Sauerstoff …
- jedes ätherische Öl besteht aus mehr als 500 unterschiedliche natürliche, organische Bestandteile/Inhaltsstoffe (= Vielstoff-Systeme= dagegen haben Mikroben praktisch keine Chance)
- Die wichtigsten: Terpene – Das Herzstück der Öle
- Terpene und darauf aufgebaute Moleküle. Sie sind mit den Hormonen verwandt
- Monoterpene: Meist klar, sehr dünnflüssig und leicht flüchtig. Somatisch: Antiseptisch, antiviral, bakterizid, immunstimulierend, weisen eine Krebshemmende Wirkung, analgetisch, lokalanästhetisch, tonisierend. Psychisch: seelisch stärkend, vitalisierend, konzentrationsfördernd,
- Sesquiterpenen: Meist gelb, bis dunkelgelb bis braun, dickflüssig, weniger flüchtig. Somatisch: Antiphlogistisch/antiinflammatorisch (entzündungshemmend), antipyretisch (fiebersenkend), hautregenerierend, antiallergisch, immunmodulatorisch (Immunsystem verändernd), antioxidativ, bakterizid. Psychisch: sedierend, beruhigend, psychisch stabilisierend.
- Aus Monoterpenen und Sesquiterpenen setzen sich die meisten der ätherischen Öle zusammen (ca. 90%). Sehr häufig findet man eine Mischung aus beiden.
- Oxidationsprodukte/andere Verbindungen: Alkohole, Aldehyde und Ketone, Säuren, Ester, Oxide und Ether, Phenole/Polyphenole, Lactone und Coumarine, Phenylpropan,
Flavonoide …
Quelle: u.a. aus dem Buch von Dietrich Wabner „Aromatherapie“